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Südafrika und seine Tiere ethisch und authentisch erleben. Elzette Lategan teilt ihren Tierschutz Guide für Afrika mit uns. Ich habe sie unter anderem gefragt:

 

  • Woran können wir ethisch korrekte und seriöse Schutzeinrichtungen und Auffangstationen erkennen?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer „sanctuary“ und einem „rehabilitation centre“ und welchem Siegel können wir vertrauen?
  • Was macht Tenikwa anders als andere Tierschutz-Stationen?

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#007
*Achtung Englisch

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Tierschutz ist nicht gleich Tierschutz

15 Jahre arbeitet Elzette Lategan bereits im Tierschutz. Besonders in Südafrika ist nicht jeden Projekt hauptsächlich auf das Wohl des Tieres ausgerichtet. Es gibt viele „schwarze Schafe“ und Anbieter, die zwar behaupten, dass sie nur das Beste für die Tiere wollen, aber eigentlich Profit daraus schlagen.

Elzette geht in dieser Folge auf alle Aspekte und Probleme ein, denen wir als Tourist begegnen könnten. Wichtig dabei: Sie hat auch Lösungen parat, die uns helfen gute Projekte zu erkennen und als Tourist die richtigen Dinge zu unterstützen.

Auch wenn das Gespräch schon über zwei Jahre her ist, weiß ich noch heute wie viel es mir geholfen hat. Selbst durch eigene Recherche viel es mir unfassbar schwer gute Projekte zu erkennen. Dieses Gespräch, dieser Tierschutz Guide, hat meine Augen geöffnet. Ich hoffe das tut es auch für dich.

Tierschutz Guide – so erkennst du ein nachhaltiges Projekt

  1. Wichtigste Regel zuerst: Sei neugierig und skeptisch. Schau dir die Internet-Seite und die Rezensionen zu der Einrichtung an und suche gezielt nach fragwürdigen Berichten. Du findest nichts, was dich irritiert? Perfekt!
  2. Züchtet die Einrichtung Tiere? Wenn ja, sei dir bewusst, dass keines dieser Tiere in die Wildnis entlassen werden kann. Wurden sie in Gefangenschaft oder Obhut geboren, bleiben sie dort, werden weiterverkauft oder gejagt.
  3. Gibt es eine offizielle Life Time Care? Life Time Care bedeutete, dass die Tiere, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr in die Wildniss entlassen werden können, tatsächlich ein Leben lang versorgt und in der Institution bleiben werden.
  4. Darfst du die Tiere anfassen oder sogar streicheln? No-go! Für deine Sicherheit und die des Tieres. Was für wilde Tiere gilt, sollte auch für Tiere in Obhut gelten.
  5. Ist die Einrichtung Fair-Trade zertifiziert oder hat sie ein anderes Zertifikat? Wenn du unsicher bist schau dir an, wie strikt das Zertifikat ist. Hier ist oft viel Greenwashing das Problem. (Fair Trade Tourism ist die größte Zertifizierungsorganisation für verantwortungsvollen Tourismus in Afrika. Für Europa gibt der Labelführer einen Überblick welchen Zertifikaten man vertrauen kann. Grundlage sind immer die Vorgaben des GSTC.)
  6. Ganz wichtig: Bevor du eine Tour buchst und Geld bezahlst. Stell vor Ort Fragen und schau dir an, welchen Eindruck die Tiere auf dich machen. Sind die Menschen eher an einem Gespräch mit dir interessiert oder daran dir eine Tour zu verkaufen? Vor Ort können die Mitarbeiter kritischen Fragen nicht ausweichen.
  7. Hör auf dein Bauchgefühl, dass sagt dir ob du dem Ort und den Menschen vertrauen kannst.

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deine Kathrin

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